Freitag, 18. Dezember 2015

"Aber Kinder kennen doch keinen Placebo-Effekt"...

...deshalb ist das doch wohl der Beweis, dass Homöopathie funktioniert! Kinder können doch nicht denken: Ach so, ich bekomm jetzt Globuli und deshalb soll es mir jetzt besser gehen. Kinder glauben doch noch nicht an die Homöopathie!

Dienstag, 15. Dezember 2015

Evidenz versus Eminenz

Evidenz - für Homöopathen ein (unverständliches) Schimpfwort.
Wozu braucht es solche Wortungetüme, wenn längst klar ist, dass die Homöopathie wirkt? Wozu braucht es Studien, wenn jeden Tag erfahrbar ist, dass die Homöopathie hilft? Über diese Fragen kommen die meisten Homöopathen nicht hinaus. Man lehnt das Wort ab, oft, ohne das Prinzip verstanden zu haben. Als Homöopathin dachte ich auch nicht weiter darüber nach. Evidenz, das ist eben das, was sich ein paar bornierte Wissenschaftler zusammengereimt haben und das soll nun für alle gelten - so ein Quatsch! Man hört dann noch, dass auch nicht alle normalen Mediziner für EbM sind, dass da noch diskutiert wird und damit ist das Thema erledigt. Man arbeitet weiter als erfolgreicher Homöopath.

Sonntag, 29. November 2015

Gibt es DAS richtige Mittel in der Homöopathie?

"Kennen Sie das nicht auch, Frau Grams, dass man versucht, das richtige Mittel zu finden; beim ersten und zweiten Mittel ändert sich nichts, beim dritten Mittel tritt aber plötzlich eine eindeutige Reaktion oder Verbesserung auf. Das zeigt doch, dass die Homöopathie funktioniert! Dass erst das eine, richtige Mittel (das Similie oder gar das Similimum) die spezifische Wirkung entfaltet. Dass es eben doch wichtig ist, welches Mittel man gibt?!". Eine solche Aussage hat nicht nur Frau Bajic (1. Vorsitzende des Zentralvereins homöopathischer Ärzte) in unserem Streitgespräch bei Stern Tv getätigt, sondern ich höre sie in nahezu jeder Diskussion mit Homöopathen. Was ist dran an dieser Aussage?

Mittwoch, 18. November 2015

Bin ich gegen die Homöopathie?

Immer wieder werde ich nun gefragt, warum ich denn jetzt so (krass) gegen die Homöopathie sei. Ich hätte mich persönlich ja gerne davon abwenden können, aber wozu das Herausposaunen des "Gegen". Dazu möchte ich gerne sagen, dass es mir nicht darum geht, gegen die Homöopathie zu sein.

Freitag, 13. November 2015

Für alle Homöopathen, die meinen, meine Story wäre nur erfunden...

Für das Buch "Die Homöopathie Lüge" wurde ich damals von der Autorin und Wissenschaftsjournalistin Nicole Heißmann interviewt. Völlig überzeugt von der Homöopathie, hatte ich keine Sorge gehabt, für ein Homöopathie-kritisches Buch auszusagen. Mehr noch, ich war sogar so sehr von der Homöopathie überzeugt, dass ich mir sicher war, die Autorin könne von mir noch etwas lernen über die Wunder von Hahnemanns Heilmethode. Aus heutiger Sicht bin ich erschrocken über die Unverfrorenheit meiner Antworten. Ein paar davon möchte ich hier teilen. Es zielt dabei einiges auf die Empfindungsmethode ab, der ich damals besonders anhing. Die Argumentationen sind sonst aber weitgehend deckungsgleich mit den üblichen homöopathischen. Vielleicht überzeugt ja dieses Interview diejenigen Homöopathen, die mir vorwerfen, die ganze Story sei nur ein Mediengag?
  • Welche Patienten behandeln Sie? 

Sonntag, 1. November 2015

Nachtcafé Talk und Reaktionen von Homöopathen

Meine Anwesenheit im Nachtcafé Talk hat wieder mal für einigen Wirbel gesorgt. Ein paar Rückmeldungen möchte ich hier gerne (anonymisiert) veröffentlichen, um zu zeigen, auf welchem Stand sich die Diskussion befindet. Die Orthografie habe ich so belassen. Während ich mich am Anfang bemüht habe, jede auch noch so beleidigende Email zu beantworten, sehe ich mich dazu mittlerweile außerstande; man möge mir verzeihen.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Wer heilt, hat Recht?

Der sicherlich am häufigsten gebrauchte Satz in Diskussionen um die Homöopathie ist "Wer heilt, hat Recht". Wenn dieser Satz fällt, scheint dann jede weitere Diskussion über theoretische und praktische Mängel der Homöopathie erledigt. "Es scheint schwer, diesem Argument etwas entgegen zu setzen. Aber auch nur deswegen, weil es gar kein echtes Argument ist. Denn die Aussage “Wer heilt, hat Recht” setzt voraus, dass 1) tatsächlich jemand von etwas geheilt wurde und dass 2) die Heilung ursächlich auf eine bestimmte Therapie zurückgeführt werden kann. " (1) Aber wenn ein Patient geheilt ist, was zählt es da noch, dass es Mängel in der Theorie gibt oder ob die beiden zitierten Bedingungen erfüllt sind?

Samstag, 10. Oktober 2015

Ist die "Schulmedizin" schuld an der Homöopathie?

Die Homöopathie hilft vielen Menschen, obwohl doch den meisten klar sein müsste, dass sie nicht wirken kann - theoretisch. Praktisch jedoch sieht es anders aus. Da vertrauen (sich) unzählige Menschen der Homöopathie (an). Wieso vertrauen sie einer nachweislich nicht (über einen Placebo-Effekt hinaus) wirksamen Methode? Warum vertrauen sie ihrem Homöopathen, mitunter auch ihrem Heilpraktiker, der quasi über keine medizinische Vorbildung verfügt, mehr, als ihrem Hausarzt/einem Facharzt/der ganzen Ärzteschaft/unserem Gesundheitssytem? Was macht die Medizin falsch, dass ihr die Menschen in Scharen zu "Alternativen" davon laufen?

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Warum "meine Erfahrung" nicht zählt

Der Artikel in der Welt (und auf N24) hat wieder große Diskussionen zwischen Befürwortern und Kritikern der Homöopathie ausgelöst. Auf der Befürworter-Seite habe ich unzählige Male gelesen: "Aber ich habe doch gute Erfahrungen gemacht mit der Homöopathie; meine Kinder, mein Hund, mein Nachbar haben gute Erfahrungen gemacht....". Warum zählt die eigene Erfahrung aber an dieser Stelle nicht, um über die Therapiemethode Homöopathie wirklich urteilen zu können?

Donnerstag, 24. September 2015

Der DZVhÄ versucht zu tricksen - warum wohl?

Lieber DZVhÄ, 
mir ist zugetragen worden, dass Sie Ihre Rezension meines Buchs verändert haben. Statt Ihrer ursprünglichen Aussage "die Homöopathie widerspricht den heutigen Erkenntnissen der Naturwissenschaft", steht nun da: "die Homöopathie widerspricht den heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der konventionellen Pharmakologie". Nicht weiter schlimm, könnte man denken, sind ja nur drei Worte mehr. Doch die Veränderung, die Sie vorgenommen haben, bestürzt mich über die Maßen.

Montag, 21. September 2015

Homöopathie ist eigentlich ganz einfach - oder etwa nicht?

In meinem letzten Blog-Beitrag habe ich beschrieben, wo die Homöopathen zu einfach denken. Hier geht es nun um das gegenteilige Phänomen: Wo die Homöopathen zu kompliziert denken.

Sonntag, 30. August 2015

Kritisch über die Homöopathie denken, ja, ist das denn erlaubt?

Immer wieder bekomme ich nun Zuschriften von Homöopathen, die mir nahelegen, meine Kritik an der Homöopathie doch für mich zu behalten. Es sei ja schön und gut, dass ich für mich privat die Entscheidung gefällt hätte, meine homöopathische Praxis zu schließen, aber warum ich das jetzt gleich so an die große Glocke hängen müsste, das könnten sie nicht verstehen. Oder gar gutheißen. Nur, weil ich nicht erfolgreich gewesen, oder überhaupt eine richtige Homöopathin sei, weil ich nichts verstanden hätte, weil ich die falsche Schule oder falsche Ausbildung (etc.) hätte, müsse ich der Homöopathie doch nicht so zusetzen. Einer schrieb sogar: Frau Grams, Sie schaden der Homöopathie! Da frage ich mich, wenn ich nun stattdessen herausgefunden hätte, dass und wie die Homöopathie funktioniert, hätte ich dies dann folgerichtig auch nur privat für mich behalten sollen?

Montag, 17. August 2015

Placebo = Einbildung?

Als eine von vielen Reaktionen auf das FOCUS Homöopathie Titelthema schrieb ein Leser: "Die (homöopathischen) Mittel (...) helfen. Das bilden wir uns sicherlich nicht ein. Hunderttausende Ärzte und Heilpraktiker setzen Homöopathie weltweit zum Nutzen ihrer Patienten ein. Sollten etwa all ihre Patienten auf den Placebo-Effekt hereinfallen? Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen (...)". (1) Ist denn der Placebo-Effekt gleichzusetzen mit Einbildung? Auf keinen Fall!

Mittwoch, 12. August 2015

Warum die Homöopathie auch in Zukunft nicht bewiesen werden wird

Als ich noch Homöopathin war, dachte ich wohl ähnlich oft, wie ich es nun zu hören bekomme: "Die Wirkung der Homöopathie ist einfach noch nicht klar, aber sie wird in Zukunft bestimmt bewiesen werden. Noch haben wir dieses Wissen nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit." Doch bei einer solchen Annahme vergessen wir drei wichtige Punkte:

Donnerstag, 6. August 2015

Antwort auf die Rezension meines Buches des DZVhÄ

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat eine Rezension meines Buches veröffentlicht: http://www.zeitschrift-homoeopathie.de/medizin-falsch-gedacht-rezension-ueber-natalie-grams-neu-gedachte-homoeopathie/

Hier schreibe ich meine Erwiderung:

Danke, lieber DZVhÄ. Danke, dass Sie bereits im ersten Absatz schreiben: Jedem Homöopathen sei bekannt, dass die Homöopathie der Naturwissenschaft widerspricht. So klar und deutlich habe ich das, ehrlich gesagt, noch von keinem Homöopathen gehört und das gibt mir Hoffnung. Denn genau darum geht es: Die Theorie der Homöopathie würde bestehendem und gesichertem Wissen widersprechen und kann damit auch in Zukunft nicht (durch neues Wissen über heute noch Unerklärliches) bestätigt werden – was ja die Hoffnung vieler Homöopathen ist.

Samstag, 1. August 2015

"Studien interessieren mich nicht, ich weiß doch, dass die Homöopathie wirkt"

Das Thema Homöopathie und Studien ist hochkomplex. Ich möchte mich in diesem Blog-Beitrag einer Entgegnung widmen, die ich sehr häufig zu hören bekommen habe in den letzten Diskussionen und die ich auch noch von mir selbst gut kenne:  "Studien interessieren mich nicht, ich weiß doch, dass es wirkt".

Samstag, 25. Juli 2015

Homöopathie hat Nebenwirkungen!: Homöopathie zerbricht Freundschaften

Homöopathie hat keine Nebenwirkungen? Oh doch! Nach meiner jüngsten Erfahrung kann ich von einer massiven und bisher viel zu wenig beachteten Nebenwirkung berichten:

Freitag, 24. Juli 2015

Über die Information in den Globuli

Es sei ja völlig klar, dass in den Gobuli keine materiellen und arzneilich-physiologischen Wirkstoffe drin seien, schreiben mir Homöopathen - es ginge ja vielmehr um die Information. Stimmt! Die Globuli tragen in der Tat eine bedeutungsvolle Information.

Sonntag, 19. Juli 2015

Was kann die Homöopathie nicht?

Einige Leser schrieben mir kürzlich als Reaktion auf mein Buch Ihre persönliche Erfahrung mit der Homöopathie. Ich bat sie darum, ihre Geschichten hier veröffentlichen zu dürfen, denn wenn diese Geschichten nicht erzählt werden, dann gibt es sie nicht. Während unzählige Erfolgsgeschichten zu "Heilungen durch die Homöopathie" im Netz und in Gesprächen existieren, verschwinden die Geschichten, die die Gegenseite zeigen, dahinter. Hier also exemplarisch zwei Geschichte, wie die Homöopathie nicht laufen sollte, aber sicher öfter läuft, als wir es wissen wollen:

Samstag, 18. Juli 2015

Was kann die Homöopathie?

Was die Homöopathie kann, ist fraglich. Denn erstens habe ich ja auch im Buch schon erklärt, warum es DIE Homöopathie (als eine einheitliche Methode) gar nicht gibt. Folglich kann man auch nicht beurteilen, was DIE Homöopathie kann. Und wenn sie zweitens - gravierender - keine Arzneitherapie ist, dann kann sie grundsätzlich nicht das, was sie können möchte. Ich frage also wohl besser: Worauf macht uns die Homöopathie aufmerksam?

Freitag, 17. Juli 2015

War ich eine "richtige" Homöopathin?

Der häufigste Kommentar, der über mich in Diskussionen unter Homöopathen als Reaktion auf mein Buch zu lesen ist, ist: "Die war ja als Homöopathin gar nicht erfolgreich. DESHALB hat die ihre Praxis aufgegeben und wendet sich nun gegen die Homöopathie. Die war ja gar keine richtige Homöopathin.". Liebe Homöopathen, lest das:

Mittwoch, 15. Juli 2015

Was bedeutet Selbstheilungskraft in der Homöopathie?

Zwei häufig mit der Homöopathie in Zusammenhang gebrachte Begriffe sind "Selbstheilung" oder "Selbstheilungskraft". Aber - spannend - auch hier handelt es sich um Begriffe, die Hahnemann nie verwendet hat. Im Gegenteil, Hahnemann bezieht sich allein auf die Lebenskraft, die Dynamis, wie er sie nennt.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Was hat mich überzeugt, mit der Homöopathie aufzuhören?

Ich habe über 10 Jahre Homöopathie gelernt und mindestens 5 Fortbildungen pro Jahr gemacht. Ich denke, ich war eine gute Homöopathin und habe die Sache sehr ernst genommen. Und, wie gesagt, ich wollte ja ursprünglich ein Buch für die Homöopathie schreiben, eben weil ich so überzeugt war und auch weil ich meinte, viele Zeichen zu erkennen, dass eben doch was dran sei an der Homöopathie - aller Naturwissenschaft zum Trotz.

Montag, 6. Juli 2015

"Wie kommt eine Naturwissenschaftlerin überhaupt zum Humbug Homöopathie?"

Oft habe ich diese Frage in den letzten Tagen gestellt bekommen und ich habe auch in Teilen schon z.B. hier und da darauf geantwortet. Dennoch geht mir die Frage nicht aus dem Kopf. Ich schreibe hier meine Beweggründe, zum Teil sicher als Rechtfertigung (für mein Ego), vor allem aber, um zu erklären, "wie einer Naturwissenschaftlerin so etwas passieren konnte". Denn wie mir geht es sicher vielen. Ich wünsche mir, diese Menschen zu erreichen und vielleicht gibt mein Beispiel eine Erklärung, wie diese Menschen erreicht werden können. Gerade von Kritikern der Homöopathie.

Samstag, 4. Juli 2015

Reaktion eines Homöopathen auf das RNZ Interview - und meine Antwort darauf

Es gab viele und teils sehr heftige Reaktionen auf das kurze RNZ-Interview. Hier finden Sie den Link zur Antwort eines bekannten Heidelberger Homöopathen, Herrn Dr. Michael Hadulla, und meine Erwiderung, die ich ihm per Mail sandte und auch auf dem RNZ-Onlineforum posten werde.

Freitag, 3. Juli 2015

Warum die homöopathischen Arzneimittelprüfungen keine Prüfungen sind

Die homöopathischen Arzneimittel (AM) Prüfungen sind eines der Kernstücke der Homöopathie. Doch auch hier tritt das nun schon mehrfach skizzierte Fehldenken der Homöopathen auf: Wir Homöopathen neigen dazu, vorschnell intuitive (teils auch magische) Schlüsse zu ziehen, Analogien herzustellen und diese dann nicht weiter zu überprüfen.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Hier kann diskutiert werden:

In einem Interview mit unserer Lokalzeitung, das heute erschienen ist, rufe ich die Homöopathen dazu auf, mit mir zu diskutieren. Dies kann gerne hier geschehen.

Ich bitte um sachliche Kommentare, die sich aufs Buch und nicht auf meine Person beziehen. Vielen Dank.


Mittwoch, 1. Juli 2015

Warum wissen die Homöopathen nicht, dass sie sich irren?

Eigentlich erstaunlich: Es gibt eine Fülle an Information über die Homöopathie und ein großer Teil davon spricht eindeutig GEGEN die Homöopathie. Manchmal frage ich mich, wie ich dem so lange habe ausweichen können. Ich erinnere mich an Spiegel-Titel, die mir so viel Angst gemacht haben, dass ich sie gar nicht erst las. An Argumente von Kritikern, die ich abgetan habe mit: Die können das doch gar nicht beurteilen, sind ja keine Homöopathen! Was haben die nur für einen Hass auf die Homöopathie? Sind sie vielleicht neidisch, auf das was wir können und wissen?! Lange Zeit musste ich also mit dem leben, was man im Fachjargon "kognitive Dissonanz" nennt.

Montag, 29. Juni 2015

Was ist ein Placebo-Effekt?

"Homöopathie wirkt nur als ein Placebo". In meiner Zeit als Homöopathin hätte ich dies vehement bestritten. Doch was bedeutet eigentlich "Placebo"?

Samstag, 27. Juni 2015

Die Begriffe "Energie" und "Information" in der Homöopathie

Im Zusammenhang mit der Homöopathie werden häufig die Begriffe "Energie" oder "Information" benutzt. Das ist eigentlich seltsam, denn Hahnemann nannte sie gar nicht. In seinem Organon spricht er vielmehr von einer "geistartigen Lebenskraft, einer Dynamis" (z.B. §269). Dennoch ist es wichtig, sich mit den Begriffen auseinanderzusetzen, denn sie sind zumindest heute beinahe untrennbar mit der Homöopathie verbunden und das ist nicht unproblematisch.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Homöopath oder Heilpraktiker - was ist der Unterschied?

Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt: "Sind Sie jetzt keine Heilpraktikerin mehr?". Auch während der Recherche zu meinem Buch habe ich feststellen müssen, dass eine erstaunliche Unklarheit darüber herrscht, was denn nun der Unterschied zwischen einem Heilpraktiker und einem Homöopathen ist. Zunächst einmal ist ein "Homöopath" einer, der Homöopathie praktiziert. Dorthin gibt es jedoch zwei komplett verschiedene Wege: 

Mittwoch, 24. Juni 2015

"Aber mir haben die Kügelchen echt geholfen..."

"...also kann es doch gar nicht sein, dass an der Homöopathie nichts dran ist und dass sie nicht wirkt! Seit mein Homöopath/Heilpraktiker/ich selbst mir die Globuli gegeben hat/habe, habe ich keine Schmerzen mehr, keinen Heuschnupfen, meine Stimmung hat sich verbessert, ernähre ich mich viel gesünder....".
Solche und ähnliche Aussagen höre ich nun beinahe täglich, wenn ich mit Patienten, Homöopathie-Befürwortern oder Buch-Lesern spreche. Und deshalb heißt mein Buch im Untertitel ja auch: Was Patienten wirklich hilft.

Dienstag, 23. Juni 2015

Warum müssen eigentlich die Homöopathen beweisen, dass die Homöopathie wirkt?

"Wunderheilmittel gegen Krebs! Wunderheilmittel gegen Krebs! Leute, kauft mein Wunderheilmittel gegen Krebs! Soeben erfunden, Wirkmechanismus unklar, Wirknachweis nicht erbracht..."

Zum Glück darf in unserer heutigen Medizin so etwas nicht geschehen.

Montag, 22. Juni 2015

Was wäre eigentlich, wenn die Potenzierung wirklich funktionieren würde?

Mal für einen Moment angenommen, das mit der Potenzierung würde so wie von Hannemann vorgeschlagen funktionieren. Dann hätten wir ein krasses Problem.

Sonntag, 21. Juni 2015

Kranke Kinder und schnelles Denken in der Homöopathie

Die letzten Tage waren meine Kinder krank und ich habe dabei den "Homöopathie wirkt Effekt" beobachten können: Bei meinem Sohn fiel innerhalb von einer Stunde das Fieber von knapp 40 Grad auf 38 Grad, er spielte dann vergnügt vor sich hin und lag nicht mehr schlapp und schwitzend auf dem Sofa. Ich weiß genau, dass das die Momente waren, in denen ich früher (in meiner Zeit als Homöopathin) gesagt hätte: Na bitte, wenn DAS kein Beweis ist, dass die Globuli wirken!

Freitag, 19. Juni 2015

Was bedeutet eigentlich D6? Über die Potenzierung homöopathischer Heilmittel

Ursprünglich vielleicht gar keine so dumme Idee von Hahnemann: giftige Medikamente zu verdünnen, um sie in niedrig(st)en Dosen Patienten geben zu können. Denn zu seiner Zeit war es durchaus üblich Hochgiftiges wie Belladonna (Tollkirsche), Quecksilber oder Digitalis (Fingerhut) zu therapeutischen Zwecken zu verabreichen. Doch Hahnemann wollte mehr als das:

Donnerstag, 18. Juni 2015

Homöopathie und Naturwissenschaft - warum ist der Zusammenhang wichtig?

Als ich noch Homöopathin war, hab ich mich oft gefragt: Was ist denn, bitteschön, an der Naturwissenschaft so wichtig und so toll, dass die Kritiker der Homöopathie sich dauernd darauf berufen und darauf herumreiten, dass die Homöopathen außerhalb der geltenden naturwissenschaftlichen Gesetze agierten und auch kein Interesse daran hätten, dies zu ändern? Ich hab das eher für ein Zeichen genommen, dass die Kritiker eben gar nichts von der Homöopathie verstehen - ist ja nicht so, dass man ALLES mit der Naturwissenschaft erklären können muss, oder? Es gibt doch so viele Dinge, die man sich nicht erklären kann, oder nicht?

Mittwoch, 17. Juni 2015

Was ist anders an diesem Blog?

Ich habe selbst lange Zeit als absolut überzeugte Homöopathin gearbeitet und hätte jeden in der Luft zerrissen, der sich schlecht über diese Methode geäußert hätte. Ich habe auch mich selbst und meine Kinder homöopathisch behandelt. Ich hätte schwören können, dass die Homöopathie wirkt!

Ich habe also angefangen, ein Buch zu schreiben, das allen Kritikern mal so richtig zeigen sollte, was die Homöopathie kann! Ich habe also die kritischen Blogs gelesen, Wissenschaftler gesprochen, den "Organon" von Hahnemann im Original gelesen und gelernt, wie man Studien liest und interpretiert, ja, auch, was der aktuelle Goldstandard einer medizinischen Studie ist und warum es wichtig ist, einen solchen zu haben. Das hat über ein Jahr gedauert.

Dienstag, 16. Juni 2015

Ein Blog zur Homöopathie. Wie kommt´s?

Zur Homöopathie gibt es schon so viele Webseiten, Blogs, Bücher und Meinungen - warum einen weiteren Blog hinzufügen?

Während der Arbeit an meinem Buch (in Folge derer ich meine Tätigkeit als Homöopathin aufgegeben habe), ist mir aufgefallen, wie groß der Bedarf an Informationen rund um die Homöopathie ist. Und das, obwohl die Homöopathie in aller Munde ist.