Sonntag, 30. August 2015

Kritisch über die Homöopathie denken, ja, ist das denn erlaubt?

Immer wieder bekomme ich nun Zuschriften von Homöopathen, die mir nahelegen, meine Kritik an der Homöopathie doch für mich zu behalten. Es sei ja schön und gut, dass ich für mich privat die Entscheidung gefällt hätte, meine homöopathische Praxis zu schließen, aber warum ich das jetzt gleich so an die große Glocke hängen müsste, das könnten sie nicht verstehen. Oder gar gutheißen. Nur, weil ich nicht erfolgreich gewesen, oder überhaupt eine richtige Homöopathin sei, weil ich nichts verstanden hätte, weil ich die falsche Schule oder falsche Ausbildung (etc.) hätte, müsse ich der Homöopathie doch nicht so zusetzen. Einer schrieb sogar: Frau Grams, Sie schaden der Homöopathie! Da frage ich mich, wenn ich nun stattdessen herausgefunden hätte, dass und wie die Homöopathie funktioniert, hätte ich dies dann folgerichtig auch nur privat für mich behalten sollen?

Montag, 17. August 2015

Placebo = Einbildung?

Als eine von vielen Reaktionen auf das FOCUS Homöopathie Titelthema schrieb ein Leser: "Die (homöopathischen) Mittel (...) helfen. Das bilden wir uns sicherlich nicht ein. Hunderttausende Ärzte und Heilpraktiker setzen Homöopathie weltweit zum Nutzen ihrer Patienten ein. Sollten etwa all ihre Patienten auf den Placebo-Effekt hereinfallen? Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen (...)". (1) Ist denn der Placebo-Effekt gleichzusetzen mit Einbildung? Auf keinen Fall!

Mittwoch, 12. August 2015

Warum die Homöopathie auch in Zukunft nicht bewiesen werden wird

Als ich noch Homöopathin war, dachte ich wohl ähnlich oft, wie ich es nun zu hören bekomme: "Die Wirkung der Homöopathie ist einfach noch nicht klar, aber sie wird in Zukunft bestimmt bewiesen werden. Noch haben wir dieses Wissen nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit." Doch bei einer solchen Annahme vergessen wir drei wichtige Punkte:

Donnerstag, 6. August 2015

Antwort auf die Rezension meines Buches des DZVhÄ

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat eine Rezension meines Buches veröffentlicht: http://www.zeitschrift-homoeopathie.de/medizin-falsch-gedacht-rezension-ueber-natalie-grams-neu-gedachte-homoeopathie/

Hier schreibe ich meine Erwiderung:

Danke, lieber DZVhÄ. Danke, dass Sie bereits im ersten Absatz schreiben: Jedem Homöopathen sei bekannt, dass die Homöopathie der Naturwissenschaft widerspricht. So klar und deutlich habe ich das, ehrlich gesagt, noch von keinem Homöopathen gehört und das gibt mir Hoffnung. Denn genau darum geht es: Die Theorie der Homöopathie würde bestehendem und gesichertem Wissen widersprechen und kann damit auch in Zukunft nicht (durch neues Wissen über heute noch Unerklärliches) bestätigt werden – was ja die Hoffnung vieler Homöopathen ist.

Samstag, 1. August 2015

"Studien interessieren mich nicht, ich weiß doch, dass die Homöopathie wirkt"

Das Thema Homöopathie und Studien ist hochkomplex. Ich möchte mich in diesem Blog-Beitrag einer Entgegnung widmen, die ich sehr häufig zu hören bekommen habe in den letzten Diskussionen und die ich auch noch von mir selbst gut kenne:  "Studien interessieren mich nicht, ich weiß doch, dass es wirkt".