Sonntag, 25. Oktober 2015

Wer heilt, hat Recht?

Der sicherlich am häufigsten gebrauchte Satz in Diskussionen um die Homöopathie ist "Wer heilt, hat Recht". Wenn dieser Satz fällt, scheint dann jede weitere Diskussion über theoretische und praktische Mängel der Homöopathie erledigt. "Es scheint schwer, diesem Argument etwas entgegen zu setzen. Aber auch nur deswegen, weil es gar kein echtes Argument ist. Denn die Aussage “Wer heilt, hat Recht” setzt voraus, dass 1) tatsächlich jemand von etwas geheilt wurde und dass 2) die Heilung ursächlich auf eine bestimmte Therapie zurückgeführt werden kann. " (1) Aber wenn ein Patient geheilt ist, was zählt es da noch, dass es Mängel in der Theorie gibt oder ob die beiden zitierten Bedingungen erfüllt sind?

Samstag, 10. Oktober 2015

Ist die "Schulmedizin" schuld an der Homöopathie?

Die Homöopathie hilft vielen Menschen, obwohl doch den meisten klar sein müsste, dass sie nicht wirken kann - theoretisch. Praktisch jedoch sieht es anders aus. Da vertrauen (sich) unzählige Menschen der Homöopathie (an). Wieso vertrauen sie einer nachweislich nicht (über einen Placebo-Effekt hinaus) wirksamen Methode? Warum vertrauen sie ihrem Homöopathen, mitunter auch ihrem Heilpraktiker, der quasi über keine medizinische Vorbildung verfügt, mehr, als ihrem Hausarzt/einem Facharzt/der ganzen Ärzteschaft/unserem Gesundheitssytem? Was macht die Medizin falsch, dass ihr die Menschen in Scharen zu "Alternativen" davon laufen?

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Warum "meine Erfahrung" nicht zählt

Der Artikel in der Welt (und auf N24) hat wieder große Diskussionen zwischen Befürwortern und Kritikern der Homöopathie ausgelöst. Auf der Befürworter-Seite habe ich unzählige Male gelesen: "Aber ich habe doch gute Erfahrungen gemacht mit der Homöopathie; meine Kinder, mein Hund, mein Nachbar haben gute Erfahrungen gemacht....". Warum zählt die eigene Erfahrung aber an dieser Stelle nicht, um über die Therapiemethode Homöopathie wirklich urteilen zu können?