Samstag, 27. Februar 2016

Ich würde so gerne nur einmal erleben, dass...

... ein bisher von der Homöopathie Überzeugter, nachdem er einen Post/Blog/Kommentar/Text/Artikel von mir oder ein Interview mit mir gelesen hat, sagt: "Echt, jetzt? Was waren die Gründe, warum Sie umgedacht haben? Was hat Sie überzeugt?". Das ist mir aber noch nicht einmal passiert. Gut, könnte man sagen, was schreibe/sage ich auch immer für einen Nonsens. Aber ich fürchte, daran liegt es nicht. Es liegt daran, dass es offensichtlich sehr schwer ist, eine einmal gewonnene Überzeugung in Frage zu stellen, geschweige denn, sie zu verändern.
Wikipedia schreibt: "(Eine) Überzeugung ist eine feste, unerschütterliche, durch Nachprüfen eines Sachverhalts oder durch Erfahrung gewonnene Meinung – oder ein fester Glaube.".
Und da stehen wir nun also in jeder Homöopathie Diskussion wieder am gleichen Punkt:
Während die Kritiker (zu denen ich ja auch mittlerweile zähle) den Sachverhalt Homöopathie geprüft haben und mit Sachargumenten, mit Fakten, mit Naturgesetzen und Studien argumentieren, verweisen die Homöopathie-Befürworter auf ihre gute Erfahrung: "Ich habe aber doch erlebt, dass die Homöopathie meinem Kind/Hund/Schwiegervater geholfen hat!". Diese Überzeugung ist genauso fest und unerschütterlich, wie die der Kritiker, die anführen, dass es alles Mögliche sein könne, was zu einer Verbesserung geführt habe, aber der Schüttelvorgang bei der Globuliherstellung sei es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht.
Wissenschaft und Glaube/Erfahrung stehen sich auf den ersten Blick unvereinbar gegenüber. An diesem Punkt könnte man also sagen: Gut, stehen sich eben zwei Überzeugungen gegenüber. Leben und leben lassen, sagen Homöopathen an dieser Stelle gerne.
Warum aber kann in der Medizin, zu der die Homöopathie ja gerne gehören möchte und dies bislang auch noch tut, diese "Ausgewogenheit der Überzeugungen" nicht gelten?

Sonntag, 21. Februar 2016

Homöopathie - Heilung oder Humbug? Die ewig gleiche Frage ist beantwortet

Nahezu jede Sendung und jeder zweite Artikel zur Homöopathie ist mit so etwas betitelt wie: "Homöopathie - Heilung oder Humbug?". Als Homöopathin dachte ich auch immer, dass es eben zwei Meinungen gäbe. Die einen hätten die Wunder der Homöopathie am eigenen Leib erlebt und zweifelten deshalb nicht an ihrem Erfolg und ihrer Wirksamkeit, die anderen hätten diese Erfahrung noch nicht gemacht und wären deshalb dagegen. Es hat mich viel Mühe gekostet zu begreifen, dass die Sache komplexer ist. Und zu begreifen, dass die Frage "Wirkt sie oder wirkte sie nicht?" längst beantwortet ist.

Freitag, 19. Februar 2016

Warum Pseudo - und nicht Alternativmedizin?

Nach einer Alternative zu unserem oft so zeitknappen, empathielosen medizinischen Alltag sehnen sich - zu Recht! - viele Patienten. Wer möchte sich schon gerne als Nummer behandelt fühlen oder mit seinen persönlichen Sorgen in Bezug auf eine medizinische Diagnose alleine gelassen werden? Und wer sucht nicht nach einem guten Weg, nicht bei jeder Bagatelle zum Arzt laufen zu müssen, um dort wohlmöglich erstmal im Wartezimmer die Viren der Saison aufzuschnappen? Wer möchte nicht gerne bei sich und seinen Kindern Nebenwirkungen vermeiden? Wer würde nicht zu sanften, natürlichen Mitteln greifen wollen, wenn er damit seine Gesundheit erhalten kann und vielleicht sogar einer Krankheit vorbeugt? Alle diese Punkte (und es gibt bestimmt noch eine ganze Reihe weiterer) sind absolut verständlich, nachvollziehbar und menschlich. Alle diese Fragen suchen nach einer Antwort.
Doch die Homöopathie ist nicht die richtige Antwort.

Dienstag, 2. Februar 2016

Ergebnisse des Treffens der Homöopathiekritiker - Netzwerk Homöopathie

Nach zwei Tagen intensiver Arbeit und interdisziplinärem Brainstorming sind wir zu einem beachtlichen Ergebnis gekommen. Die offizielle Pressemitteilung lautet:

Informations-Netzwerk Homöopathie